Risikofrei Geld anlegen – mit Sparbriefen
Für jeden, der sein hart verdientes Geld ohne Risiko anlegen möchte, stellt sich die Frage, was sich am besten rentiert. Zur Auswahl stehen Sparbriefe, Festgeld, Sparkonten und Bundespapiere. Bei all diesen Möglichkeiten zur Geldanlage wird der Zinssatz für die gesamte Laufzeit garantiert, kleiner Nachteil: Das Geld ist über die gesamte Laufzeit gebunden, Sie können nicht vorzeitig über Ihr Guthaben verfügen. Vorzeitig kündigen kann man nur bei den Bundesschatzbriefen. Diese bringen dem Sparer zwar eine deutlich niedrigere Rendite als Sparbriefe, doch dafür können Sie schon nach einem Jahr Laufzeit monatlich bis zu 5000 Euro abrufen, ohne dass Gebühren fällig werden. Aktuell rentieren zehnjährige Sparbriefe mit einer Rendite mit bis zu 4,65 Prozent. Berücksichtigt man eine Inflationsrate von mehr als zwei Prozent, ist die Rendite nicht gerade das Non Plus Ultra für den Sparer. Sparbriefzinsen gibt es für 4,25 Prozent für die Dauer von fünf Jahren, diese Anlagedauer wird von Experten als optimal empfohlen. Der Grund ist plausibel: Innerhalb von drei bis fünf Jahren könnte ein neuer Zinshöchststand interessant sein, der Geldanleger kann in diesem Fall sein Geld für lange Zeit besser verzinst anlegen.
Sparbriefe in zwei Varianten
Die beliebten Sparbriefe bieten, genau wie die Bundesschatzbriefe, dem Geldanleger etwas Besonderes, denn es gibt sie in zwei Varianten, was die Zinsen betrifft. Einmal kann eine jährliche Zinsauszahlung vereinbart werden, zweitens die thesaurierende Anlage, bei der die Zinsen bis zum Ende der gesamten Laufzeit angesammelt werden. Seit Beginn des Jahres 2009 wird von den Banken einmal im Jahr die pauschale Abgeltungssteuer von 25 Prozent abgezweigt, hinzu kommt noch die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag. Das geschieht auch bei der Variante als thesaurierende Anlage. Für Leute, die nicht allzu viel verdienen, ist daher wichtig zu wissen, dass auch sie mit diesem Steuersatz die Abgeltungssteuer abgezogen bekommen, jedoch kann man das zu viel gezahlte Geld vom Finanzamt zurück erstatten lassen. Man kann sich auch eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung vom zuständigen Finanzamt ausstellen lassen und diese bei der Bank vorlegen.
Sparbriefe binden das Kapital für lange Zeit
Da Sparbriefe zu den besonders sicheren Geldanlagen zählen, sind sie nach wie vor sehr beliebt. Anleger sollten aber bedenken, dass sie auch im großen Notfall nicht auf das Ersparte zugreifen können. Daher legen Sie per Sparbrief nur das Geld an, das sie wirklich übrig haben, behalten Sie einen Betrag zurück, der Ihnen im Notfall sofort zur Verfügung steht. Auch sollte der Sparbetrag für Sparbriefe nur so hoch sein, wie im Fall einer Bankinsolvenz abgesichert ist. Seit Januar 2011 gelten 100Tausend Euro als staatlich gesicherte Einlage pro Sparer.
Bildquellenangabe: Gerd Altmann/erstellt in: www.wordle.net / pixelio.de
